Montag, März 21, 2011 Thema Aktuelles, Das Leben

In der Schule ist es so langweilig – muss ich da hin?

von Christine Skupsch

Der 7jährige Leon besucht die 1. Klasse und sitzt über den Hausaufgaben. Es dauert oft mehr als eine Stunde, bis er die einfachen Aufgaben erledigt hat. Die Mutter rätselt, warum das so ist. Sie ermuntert ihren Sohn jeden Tag neu, die Hausaufgaben zu erledigen, aber ist nach Wochen dann einfach sehr genervt angesichts dieser Mühe.

Kennen Sie das auch? Ihr Kind hat sich während der Kindergartenzeit schon mit Buchstaben und Zahlen beschäftigt, sich das Lesen selbst beigebracht oder Aufgaben gerechnet. Und sich sehr auf die Schule gefreut. Dann kam die Ernüchterung. „Mama, die Lehrerin weiß nicht viel, wir rechen nur so einfache Aufgaben“.

Leons Aussagen über Langeweile und Unlust häufen sich, das Erledigen der Hausaufgaben für Mutter und Sohn ist eine Qual. Die Mutter sucht das Gespräch mit der Klassenlehrerin. „Ihr Sohn stört permanent den Unterricht und lenkt andere Kinder ab“ erfährt sie als Rückmeldung. Schließlich wird als Ergebnis vereinbart, dass Leon etwas schwierigere Aufgaben bekommen soll. Als Belohnung bietet die Klassenlehrerin an, Smileys ? unterhalb der Aufgaben zu zeichnen.

Als die Mutter bei mir anruft, ist ihr der Frust über den täglichen Kampf mit den Hausaufgaben und über Leons Verweigerung, die Schule zu besuchen, deutlich anzuhören. „Ich möchte doch nur das Beste für mein Kind. Was kann ich tun, damit sich Leon besser fühlt und er wieder gerne in die Schule geht?“

Wir vereinbaren einen Gesprächstermin. Die Mutter entschließt sich, Leon einen Intelligenztest durchführen zu lassen. Sie möchte herausfinden, ob Leon hochbegabt ist. „Ich könnte Hunderte solcher Aufgaben machen“ ist Leons begeisterte Rückmeldung nach dem durchgeführten Test. Im Auswertungsgespräch erhält die Mutter ein detailliertes Ergebnis. Zusätzlich erfährt sie in der Beratung, wie der Sprung in die nächst höhere Klasse am besten durchgeführt werden kann unter Berücksichtigung seiner emotionalen Bedürfnisse und in Abstimmung mit den zuständigen Lehrkräften.

Als zum Wechsel des Schulhalbjahres der Sprung in die 2. Klasse möglich ist, sind Leons Beschwerden über langweilige Schulstunden weitgehend verschwunden. „Ich bin ja jetzt auch in der Klasse mit Tim und Anna-Lena, mit denen habe ich ja schon vorher gespielt“. Der Altersunterschied zu den meisten anderen Kindern beträgt zwei Jahre, aber das ist nichts Neues für Leon.
Die Mutter ist zufrieden, dass Leon sich in der Schule wieder wohlfühlt, die Erledigung der Hausaufgaben ist fast kein Thema mehr. Lediglich bei Übungen zum Erlernen der Schreibschrift zeigt Leon wenig Begeisterung.

Jedes Kind ist einzigartig, seine Begabungen ebenfalls. Gerne berate ich Sie, wie Sie Ihr Kind unterstützen können in seiner kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung. Rufen Sie mich an oder schicken Sie mir eine Mail an info@iqberatung.de

Christine Skupsch,
www.iqberatung.de

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