Donnerstag, Mai 20, 2010 Thema Aktuelles

Pro Homeschooling – Petition zur Straffreistellung des Hausunterrichts

von Eine Mama

In Deutschland herrscht bekanntlich Schulpflicht. Das heißt Kinder ab einem bestimmten Alter müssen eine Schule besuchen, so steht es im Gesetz. Die Eltern haben dafür Sorge zu tragen, dass das auch passiert. Dieses Gesetz stammt aus preußischen Zeiten, als Kinder Mitverdiener in der Familie waren und daher keine Schule besuchen konnten.

Doch es ist Zeit für eine Neuerung. Zur Zeit zwingt man auch Kinder die nicht in’s Raster des staatlichen Schulsystems passen trotzdem in die Schule. Die Schulen sind häufig übervoll und große Klassen bieten wenig Raum für individuelles Lernen. Für zart besaitete, sensibele Kinder kann das zum Alptraum werden. Der Lärmpegel in Schulen stellt ein großes Problem für nicht wenige Kinder dar. Hinzu kommen immer häufiger Mobbingsituationen, denen Kinder nicht gewachsen sind. Ebenso gibt es Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen für die ein Transport zur Schule sehr aufwändig, mitunter auch einfach nicht zumutbar ist. So kann der Schulbesuch für manches Kind eine Tortur bedeuten, denen es die Eltern nicht aussetzen wollen, sich jedoch strafbar machen, wenn sie die Kinder in Eigeninitiative unterrichten wollen.

Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, gelten als Straftäter. Die Kinder werden von der Polizei abgeholt. Es drohen strafrechtliche Konsquenzen bis zum Sorgerechtsentzug, was Heimunterbringung für die Kinder bedeuten kann.

Die Petition 11495 im Bundestag sieht vor, dass Eltern die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, straffrei bleiben, d. h. die Schulpflicht soll in eine Bildungspflicht umgewandelt werden.

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25 Kommentare zu “Pro Homeschooling – Petition zur Straffreistellung des Hausunterrichts”

  1. eine sehr besorgte Mama sagt:

    oder sie Schule will ein Kind loswerden und auf ne Sonderschule schicken, nur weil es eben nicht in die Norm passt. Das Kind ist intelligent, das bestreiten nciht mal die Lehrer. Nicht hochbegabt, nein dass ist so nciht bestätigt worden, aber es hat ADS und zwar sehr ausgeprägt, dadurch ist es mittlerweile zum Störfaktor geworden.
    Ich will nicht weiter ins Detail gehen und Homeschooling käme derzeit leider nciht in Betracht, da die Situation das nciht zulässt, aber für meinen Sohn und auch für mich würde es eine enorme Erleichterung sein!

  2. Eine Mama sagt:

    Herzlichen Dank. Solche Feedbacks sind wichtig. Alles Gute für Euch!

  3. Melanie sagt:

    @eine sehr besorgte mama: uns geht es GANZ GENAUSO wie Euch !!!

  4. Silvia sagt:

    Das Wichtigste zuerst! Ich bin eindeutig für Schulpflicht!!!
    Einigermaßen erschüttert, stoße ich in der letzten Zeit immer wieder auf Artikel, die Homeschooling legalisieren wollen. Mal abgesehen von grundsätzlichen Überlegungen, dazu später, frage ich mich, wie das denn organisatorisch aussehnen soll. Wir als erwerbstätige Akademikereltern sehen uns nicht in der Lage unsere Kinder zu unterrichten. Es fehlt uns Wissen und Zeit. Und in unserem Bekannten- und Freundeskreis sehen wir trotz hoher Bildung niemqander, der oder die dazu in der Lage sind. Oder werden Dienstleistungen dazugekauft? Dann hat es ja weniger mit den beschützennswerten Kindern zu tun, als mit den Möglichkeiten der Eltern.
    Mal abgesehen davon, wird jeder kruden Argumentation Tür und Tor geöffnet. Wie, wir stammen nicht von Adam und Eva ab! So etwas sollen meine Kinder nicht hören! Wie, die Erde ist keine Scheibe? Alles Gotteslästerer!
    Ich plädiere dafür, die Energie in die notwendige Veränderung des Bildungssystems zu stecken. Da gehört sie hin!

  5. Eine Mama sagt:

    @Silvia Es tut jedoch nichts zur Sache, ob Du Dich in der Lage siehst, Deine Kinder selber zu unterrichten. Es gibt Menschen, für die ist Homeschooling der einzige Ausweg. Diese Leute stehen leider als Verbrecher da, weil unser Schulsystem nunmal nicht flexibel genug ist, um auf Sonderfälle zu reagieren.

    Ein Armutszeugnis dass Homeschooling in vielen Ländern bereits funktioniert und hier in Deutschland soll das nicht möglich sein?!

  6. Silvia sagt:

    @ eine mama Eine gute Begründung sieht anders aus

  7. eine sehr besorgte Mama sagt:

    @ Silvia: ich kenne eine sehr liebe Mama aus den USA, die sehr erfolgreich Homeschooling betreibt und dort gibt es sehr strenge Vorschriften, was man darf und was nicht. Sogar das Unterichtsmaterial ist vorgegeben, der Sportunterricht findet mit anderen Homeschooling-Kindern statt, wegen des Sozialverhaltens, das nciht auf der Strecke bleiben soll.
    Sicherlich wird es immer Leute geben, die an der Stelle Missbrauch betreiben, aber wenn Eltern zu Hause predigen, die Erde ist eine Scheibe, dann wird diese Meinung auf das Kind abfärben, egal ob es in eine staatliche Schule geht oder nciht. Im Übrigen existieren ion der heutigen Zeit soviele zusätzliche “Wissens”Plattformen, dass jeder Mensch sich zu religösen und nicht-religösen Dingen eine eigene Meinung bilden kann, unabhängig von jeder Schulbildung. Und wer an UFOs glauben will, wird auch seine Plattform finden…
    Ich würde mein Kind gerne adäquat fördern, denn genau dazu sieht sich die staatliche Schule nicht in der Lage und möchte meine Kind lieber abschieben, als sich mit ihm auseinanderzusetzen.
    Um das Schulsystem für unsere Kinder zu ändern, hätten wir, Jahre bevor unsere Kinder auf die Welt gekommen sind, handeln müssen.

  8. Zweiflerin sagt:

    Ich habe ein kleines Problem mit dem Homeschooling.
    Leider haben wir in Deutschland mehr als einen sozialen Brennpunkt. Dort leben Eltern, denen es völlig egal ist, was ihre Kinder machen oder eben nicht.
    Wenn wir keine Schulpflicht hätten, würden in diesen Brennpunkten viele Kinder die Schule gar nicht mehr besuchen (es sind schon so genug Kinder, die nicht wieder “eingefangen” werden können). Glaubt ihr diese Kinder würden dann von ihren Eltern zu Hause betreut? Oder gehen diese Kinder dann ohne Schulbildung durch das Assi-Leben, dass auch ihre Eltern führen?
    Es gibt nach oben sowie nach unten eine Menge Kinder, die nicht mit der Schulpflicht klarkommen, aus welchem Grund auch immer (ADS,HB,Soziale Probleme,….) aber die Abschaffung der Schulpflicht sehe ich auch nicht als Lösung.
    Und die Tatsache, dass es Menschen gibt bei denen es gut funtkioniert (Hut ab, ich wäre zu inkonsequent) ist nicht der Beweis dafür, dass die Schulpflicht schlecht und Homeschooling gut ist.

  9. Eine Mama sagt:

    Asoziale Elternhäuser gibt es auch in anderen Ländern, das ist kein deutsches Problem.

    Homescooling soll ja auch nur heißen, dass die Schulpflicht in eine Bildungspflicht umgewandelt wird. Selbstverständlich müsste der Bildungsstand der Kinder in Heimunterricht versorgten Kinder regelmäßig geprüft werden. Doch warum soll in Deutschland nicht klappen, was andernorts auch funktioniert? Ein Armutszeugnis für Deutschland. Ach, ich wiederhole mich, doch in diesem Falle tue ich das gerne.

  10. Zweiflerin sagt:

    Ich habe Glück mit Der GS meiner Kinder. Sie gehen an eine individualisierte Schule und die Kinder werden wirklich nach ihren Stärken und Tempo unterrichtet, ich kann mich also nicht beschweren.
    Natürlich gibt es hier auch Leute, die sich darüber aufregen und unbedingt für Homeschooling sind. Aber diese Eltern hier (im speziellen die Mütter) sind total übereifrig und quälen ihre durchschnittlichen Kinder zu starken Leistungen in der Schule. Aber nicht mit Motivation, sondern mit Muß und Erpressung.
    Ich sage auch nicht, dass unser Schulsystem das beste der Welt ist, aber ich sehe gerade auch im so weit vorpreschenden Amerika, wie viele Kinder keine abgeschlosene Schulausbildung haben. Und auch dort ist nicht alles so toll, wie es dargestellt wird.
    Ich halte mich da eher an das skandinavische Schulsystem mit ihren (mE höchstwertigen) Ganztagsschulen. Wenn D sich davon weiterhin die Scheiben abschneidet, gebe ich dem deutschen Schulsystem noch eine Chance.

  11. Eine Mama sagt:

    Mit durchschnittlich meinst Du sicher das Intelligenzniveau der Mitschüler Deiner Kinder. Ob Du Dich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnst? Ich denke nicht, dass bei Euch zur Einschulung IQ Tests abgelegt werden. Also bitte woher willst Du wissen, wo die Mitschüler Deiner Kinder stehen? Und ich weiß nicht inwieweit Du es beurteilen willst, ob und wie Kinder zu guten Leistungen “angetrieben” werden. Eine ganze Fülle von Vorurteilen die sich mir da gerade auftun.

    Genau diese Vorurteile stehen uns immer wieder im Wege. Deshalb kann ich Deine Thesen so nicht nachvollziehen.

  12. Zweiflerin sagt:

    Ich rede hier nicht von Vorurteilen, sondern von den Kindern und Eltern die ich sehr gut kenne und von denen ich WEIß, dass es eben so und nicht anders ist. Findest du es normal, dass Kinder der vierten Klasse selbst in den Ferien JEDEN TAG 3 Stunden lernen müssen, damit sie mit dem Unterrichtsstoff (individualisierte Schule) nicht nur hinterherkommen, sondern ganz vorne sind und im Sommer auf eine G8 Schule gehen? Ohne das Kind mal zu fragen, was sie wollen?
    Ich rede nur von diesen Kindern die ich wirklich kenne. Die Vorurteile unterstellst du mir? Warum???

  13. Eine Mama sagt:

    Sorry das klang einfach so. Vor allem weil das was Du schilderst ja immer uns unterstellt wird. Doch ich weiß auch, dass die Mitschüler meiner Tochter regelmäßig üben müssen für die Schule, vor allem vor Arbeiten und wir tun das eben nicht. Was Du schilderst ist natürlich schon extrem und so ein Verhalten kaum nachvollziehbar. Doch ich sehe nicht die Verbindung zur Forderung zur Umwandlung der Schul- in eine Bildungspflicht.

  14. Zweiflerin sagt:

    Die Verbindung ist für mich an der Stelle gegeben, dass diese Mamas, meiner Einschätzung nach, dann auch beim häuslichen Lernen übertreiben würden.
    Mir persönlich ist es wichtig, dass meine Kinder kindgerecht aufwachsen. Mit viel Spielen, toben und draußen spielen. Das funktioniert aber nicht mehr, wenn eine übereifrige Mutter die Zügel ständig gestrafft hält, um die Kinder an die Spitze zu peitschen. Und da fehlt mir dann die Kontrollinstanz einfach. Woher will denn jemand wissen, ob und wie die Kinder das Wissen eingehämmert wird? Klar, es wird das Wissen mit den Test überprüft und sichergestellt, dass der Lernplan eingehalten wird, aber das WIE ist doch schwer zu kontrollieren. Die Kinder von denen ich spreche, wollen nun auf eine Ganztagsschule gehen und ich hoffe das für sie, denn eigentlich ist das ja so gedacht, dass die Kinder dann nach Hause kommen, ihre Aufgaben schon erledigt haben und FREI sind. Das ist für mich eine Art Kontrollinstanz, wenn die Lehrerin auch mal STOPP sagen kann. Aber was machen, wenn die Lehrerin nicht mehr da ist?

  15. Eine Mama sagt:

    Da sind sie wieder die Vorurteile. Du zwingst Deine Kinder nicht zum lernen, nein, die anderen tun es. Du hast Angst, dass andere Kinder dadurch besser werden als Deine.

    Hast Du überhaupt mal ansatzweise einen Blick auf den Grund dessen geworfen, warum Hausunterricht legalisiert werden soll?

  16. Zweiflerin sagt:

    Also nochmal: ich habe keine Vorurteile gegen die Leute von denen ich spreche, sondern ich kenne sie und weiß, was ich erzähle. Und nein ich zwinge mein Kinder nicht zum Lernen. Ich habe vor noch gar nicht langer Zeit festgestellt, dass mein Sohn nie Hausaufgaben gemacht hat, alle anderen schon. Wann er den Stoff gemacht hat, wissen weder Lehrerin noch ich, aber zu Hause macht er keinen Handschlag. Er googlet mal was für die Schule oder erstellt mal ein Plakat, aber das wars.
    Mir ist es auch völlig egal ob andere Kinder besser sind oder schlechter als meine. Es gibt beides. Natürlich. Ist auch gut so. Ich lege viel ´Wert darauf, dass meine Kinder trotz hb auf dem Boden der Tatsachen bleiben und wissen, dass sie nicht die Besten sind. Darum geht es mir nicht.
    Ich rede auch nicht von der großen Allgemeinheit, ich rede von einzelnen Menschen. Von Dir habe ich nicht gesprochen, kenne dich ja auch gar nicht. Du mußt dich doch nicht angegriffen fühlen.
    Es gibt sicherlich Pros und Contras des Homeschooling. Aber es gibt eben beides….

  17. Eine Mama sagt:

    Natürlich gibt es beides. Nur dass von Dir die wirklichen Contra Punkte echt nicht kommen. Was soll das sein? Den Leuten vorzuwerfen, sie würden in Homeschooling ihre Kinder drillen? Die andere Hälfte sind Asoziale Elternhäuser. Ja traust Du es denn den Leuten nicht zu, wenn ihre hochsensiblen Kinder sich in einer 30 Kinder starken Klasse sich nicht wohl fühlen und dort nicht wirklich gut lernen können, es besser zu organisieren? Es müssen sich doch nur ein paar betroffene Eltern zusammenschließen und das organisieren.

    Leidensdruck dafür gibt es. Es gibt genügend Hochbegabte die im Schulsytem kaputtgemacht werden. Da gibt es in Offenbach eine reguläre Schule dafür. Das ist leider nur eine Einrichtung. Die reicht nicht für ganz Deutschland. Andere Schulen mit kleineren Klassen kosten extrem viel Geld. Das kann auch nicht jeder.

    Was tut man denn in einer solchen Situation? Wenn das Kind sich partout weigert in die Schule zu gehen, weil dort die Lehrer die angemessene Förderung verweigern, die Klassen zu groß sind und womöglich noch Mobbing im Spiel ist. Schule wechseln? Was wenn sie schon dreimal gewechselt wurde? Solche Beispiele gibt es!

    Was schlägt man denn Eltern in der Situation vor? Irgendwie müssen diese Kinder doch vor dem Suizid bewahrt werden können.

  18. Zweiflerin sagt:

    Doch es gibt auch Familien, denen ich das Homeschooling zutraue. Gar kein Punkt. Aber ich glaube nicht, dass es etwas für die große Masse ist.
    Eins meiner Kinder hat das Problem derzeit noch mit dem Kindergarten und ich kann nicht schon wieder wechseln. Ich weiß, dass es solche Probleme geben kann. Ihn zu Hause zu lassen ist für mich keine adäquate Alternative. Ihm fehlen dadurch die sozialen Kontakte.
    Jedes System ist nur so gut wie seine Umsetzung. Ich habe schon einmal erwähnt, dass unsere GS mE sehr gut ist und individualisierten Unterricht anbietet und auch durchführt.
    Was glaubst Du -und das ist eine ernst gemeinte Frage und keine Provokation- wie viele Eltern in Deutschland wirklich in der Lage sind adäquaten Unterricht zu Hause zu bieten?
    Vielleicht sollte man “Einzelgenehmigungen” oder so für Kinder und Eltern ausgeben, die wirkliche Probleme haben. Nach einer Prüfung der Eltern und der Kinder, weil ich wirklich Schindluder bei den deutschen Eltern vermute…. Das ist mein Armutszeugnis für Deutschland, dass die Kinder hier nichts wert sind und von vielen sogar als Störfaktor angesehen werden….
    Wie gesagt, ich streite nicht allen Menschen die Fähigkeit des Homeschoolings ab, aber der großen Masse schon.

  19. Eine Mama sagt:

    Nun die große Masse wird daran kein Interesse haben und auch nicht die Möglichkeit. Wozu sollte man auch den Spagat leisten, wenn sich das Kind in der öffentlichen Schule halbwegs wohl fühlt. Bei Homeschooling wird immer eine Einzelfallprüfung nötig sein.

  20. Zweiflerin sagt:

    Dann sind wir uns doch einig……
    Nur bitte lass nicht die deutschen Jugendämter dafür zuständig sein….

  21. eine sehr besorgte Mama sagt:

    Hallo Zweiflerin, gerade eben habe ich eure kleine Diskussion zum Thema gelesen und ich verstehe Deine Meinung. Ich habe ein sogenannten “Problemkind” Mein wenigstens normal begabter Sohn bringt derzeit eine schlechte Note nach der anderen nach Hause. Und nein damit meine ich keine 3 oder 4 sondern ich meine 5 -6 und mittlerweile hält mein Sohn, der übrigens die 3. Klasse besucht die 4 für eine gute Note.
    Mein Sohn hat eine hochgradige Konzentrationsschwäche (mehr noch, er hat ADS) und kein Lehrer zeigt Verständnis. Da kommen Sprüche wie, das muß er eben lernen (gemeint ist sich zu konzentrieren, sich zu fokussieren und sich selbst zu steuern), das muss er in der 3. Klasse können!
    Nochmal mein Sohn ist nciht dumm, er hat tolle Begabungen und auch Spezialinteressen, da ist er spitze – nur das spielt in der Schule keine Rolle.
    Im letzten Jahr war er wegen Windpocken eine Woche lang zu Hause und ich habe mit ihm den Stoff aus der Schule nachgearbeitet – das hat super geklappt, denn er versteht schnell, um was es geht und wenn jemand da ist, der ihn immer wieder zurückholt, aus seinem Abdriften, dann bleibt er auch bei der Sache und schafft wesentlich mehr, als er in der Schule schafft. Ja, er muß immer wieder motiviert werden, das schafft eine Lehrerin mit 24 Individuen in einer Klasse nicht und genau aus diesem Grund würde Homeschooling uns helfen. Er könnte den Stoff der Grundschule lernen und nebenher sein Selbstbewusstsein wieder aufbauen – denn das hat er momentan gar nciht mehr.
    Für dei Schule ist er ein “Störfaktor”, jemand der anstrengend ist, keine Leistung bringt und unbequem ist. Bis zum Ende der zweiten Klasse hatte er eine Lehrerin, die ihn wenigstens wahrgenommen hat, die gemerkt hat, dass hinter der schulischen Leistung noch viel mehr steckt, nur auch sie war mit ihm überfordert.
    Mir “schwimmt” mein Kind gerade davon, ich möchte ihm so gern helfen, aber momentan seh ich nciht wie. Wenn es so weitergeht landet er auf der Hauptschule und ob er da richtig aufgehoben ist, möchte ich sehr stark bezweifeln.

  22. Zweiflerin sagt:

    Ich habe auch eine ADS-Tochter. Ich kann gut verstehen, was Du meinst. Bei uns ist es soweit. dass die Lehrerin sie nicht mehr fördert, weil sie hat ja ein ADS- soll heißten, meine Tochter soll weniger Hausaufgaben machen als alle anderen, weil sie kann es ja eh nicht. Ein absolutes NOGO, aber ich kann mir für MICH trotzdem, keine Homeschooling vorstellen.
    Und mein Problem ist auch nicht der häusliche Unterricht als solches, sondern wie die Kinder in der Form vor Mißbrauch geschützt werden. Und wir reden da ja nicht über Dich oder mich, sondern über Kinder von Eislaufmamas. Genauso wie über Kinder aus sozialen Randgruppen.

  23. Eine Mama sagt:

    Wer schützt eigentlich die Kinder der “Eislaufmamas” in den öffentlichen Schulen? Keiner. Es ist auch kaum erkennbar nach außen hin, ob da ein Kind das mit Mühe versucht mitzuhalten in der Schule zur Gymnasialempfehlung getriezt wird. Außerdem fehlt den sogenannten überehrgeizien Eltern der tatsächliche Vergleich mit anderen Kindern, die wirkliche Angriffsfläche für den Ehrgeiz. Meine Meinung.

  24. eine sehr besorgte Mama sagt:

    ich kenne solche Eislaufmamas auch, wir haben hier im Ort einige davon. Das regt mich auch auf. Von unsrer GS kriegen etwa 90 prozent eine gymnasial-empfehlung, 3% eine real-schul-empfehlung und 7% eine HS-Empfehlung – das kann gar nciht normal sein. Da werden durchschnittliche Kinder mit Nachhilfe auf Gymi gedrillt, das muss doch irgendwann schief gehen, diese kinder tun mir auch leid.
    vor allem verlernen diese Kinder sich sozial zu integrieren, alle die schlechter sind, werden hier nämlich gnadenlos gemobbt. was zählt ist nur noch Leistung, alles andere geht ja gar nciht.
    Ich sag ja nicht, das Home-Schooling die einzig mögliche Lösung ist. Für mich wäre sie in der Tat eine und eine echte Hilfe, denn Schulen für “Kinder mit besonderem Förderbedarf” (dazu zählen ADSler genauso wie HBs oder auch Kinder mit Lernbehinderung) gibt es einfach zu wenige oder aber nur für den großen Geldbeutel. und die Regelschulen können oder wollen es nciht leisten (es gibt sicher auch Ausnahmen!)

  25. Zweiflerin sagt:

    Wie ich oben schon beschrieben habe, bin ich eine verwöhnte GS-Mama. Wir haben eine tolle Schule und mein Großer hat eine 1A Lehrerin. Eigentlich sind wir eine individualisierte Schule (nur die Lehrerin meiner Tochter spielt da nicht mit :-( )
    Dh, dass bei uns an der Schule wirklich viel auch für “andere” Kinder gemacht wird.
    Und bei uns an der Schule werden auch die Eislaufmamas ganz genau er- und gekannt…..
    Allerdings habe ich auch schon oben beschrieben, dass ich ein ungutes Gefühl mit den Kontrollen habe.
    Bei eltern.de ist auch ein seeeeeeehr langer Thread über Homeschooling entstanden unter anderem von einer Mutter, die in USA lebt und selbst unterrichtet.
    Allerdings erklärt sie dort, dass es keinerlei Kontrollen der Schule gibt. Die Kinder können an Tests und Untersuchungen teilnehmen müssen aber nicht. Das wird dort wohl sehr unterschiedlich gehandelt. Und das wäre für D eine riesige Katastrophe !!!

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